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QRP ist ein Kürzel aus der Telegrafie, das eigentlich meint: "Bitte verringern sie ihre Sendeleistung" oder als Frage: "Können sie ihre Sendeleistung verringern?". Seit fast 40 Jahren benutzen weltweit immer mehr Amateurfunker den Begriff QRP, um damit ihre besondere Art des Funkbetriebs zu bezeichnen, den Sendebetrieb mit kleiner Leistung. Nachdem anfangs QRP für Sendeleistungen um 100 Watt benutzt wurde, hat sich inzwischen eingebürgert, in Telegrafie bei maximal 5 Watt und im Sprechfunk bei maximal 10 Watt von QRP zu sprechen. Mit diesen kleinen Sendeleistungen gelingen regelmäßig Funkverbindungen über unglaubliche Entfernungen. Alle Kontinente dieser Erde sind von Deutschland aus tausendfach erreicht worden. Wenn man bedenkt, dass das schummerige Licht eines Fahrrades von einer 2,5 Watt Lampe erzeugt wird, ist das schon erstaunlich. Ein wesentlicher Gedanke bei QRP ist aber nicht nur die geringe benutzte Sendeleistung, QRP-Geräte sind in der Regel auch sehr klein und damit transportabel. Heutzutage ist es für viele Funkamateure sehr schwer, in den Ballungsgebieten von den Hausbesitzern die Genehmigung zum Aufbau einer Außenantenne zu bekommen. Niemand kann ihnen aber verwehren, mit der Funkstation im Rucksack, zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Boot einsame Stellen aufzusuchen, um dort ihrem Hobby nachzugehen. Es gibt sogar Experten, die trotz großer Antenne zuhause viel lieber in der freien Natur sind, um dort mit Antennen zu experimentieren. Viele Funkamateure haben Berufe, die absolut gar nichts mit der Elektronik zu tun haben. Die meisten QRP-Geräte lassen sich sehr einfach mit den Kenntnissen selbst herstellen, die man für die Amateurfunkprüfung erworben hat, und einigem Zusatzwissen, das man aus QRP- Baubüchern, Fachzeitschriften oder von Freunden im Club erworben hat. Für wenig Geld gibt es Bausätze und Bauanleitungen, die den Selbstbau von Amateurfunkgeräten und damit die Zuwendung zu einem "ursprünglichen" Amateurfunk ermöglichen. Weltweit erlauben die Gesetzgeber den Funkamateuren, ihre Sende- und Empfangsgeräte ohne staatliche Abnahme selbst zu bauen und in Betrieb zu nehmen. QRP-Geräte können extrem einfach sein. So wurden bereits mit Sendern, die nur einen einzigen Transistor enthalten, Interkontinentalverbindungen hergestellt. Sie können aber auch technisch so hochwertig sein, dass sie teueren käuflichen Geräten in jeder Hinsicht ebenbürtig oder sogar überlegen sind. Die Ressourcen im QRP- Bereich sind enorm. Viele bekannte Entwickler von Geräten und Zubehör tummeln sich in den verschiedenen nationalen QRP Arbeitsgemeinschaften, Clubs usw. In etwa einem Dutzend periodisch erscheinender Publikationen dieser Gruppen wird in vielen Sprachen regelmäßig herausragendes technisches Material veröffentlicht. Während des Pottensteintreffens des G-QRP-Clubs im Mai 1997 gründeten einige QRPer die DL-QRP-AG mit dem Ziel, nach Vorbild des englischen G-QRP-Clubs eine ähnliche Arbeit mit deutschsprachiger Publikation zu organisieren. Der volle Name der DL-QRP-AG lautet Arbeitsgemeinschaft für QRP und Selbstbau im Amateurfunk. Das Ziel war von Anfang an, möglichst für den gesamten deutschsprachigen Raum alle Ressourcen zu sammeln und zu nutzen. Partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den großen Amateurfunkverbänden ist für uns dabei selbstverständlich, wobei für uns Kooperation konstruktive Kritik sowie praktische Unterstützung gleichermaßen bedeutet. Inzwischen hat die DL-QRP-AG mehr als 2500 Mitglieder und unser Magazin QRP - Report ist bereits mehr als 50 Mal erschienen. Wenn du auch Mitglied werden möchtest, findest du hier ein Beitrittsformular. Antworten zu Fragen aller Art findest du auf unserer FAQ-Seite. Wer sich auf dem Band im QSO mit QRPern unterhalten möchte, der sollte mal auf unseren Treffpunkt-Frequenzen nach uns Ausschau halten. |